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G. Kiepenheuer
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  Rezension(en):  
  Nichts für entspannte Leseabende. ... Wer behauptet, so eine Novelle schon einmal gelesen zu haben, der muss lügen.  
  LiteraturReport (2.1.2006)  
  Proust-like!  
  (World Literature Today, Herbst 2002)  
  ... eine sprachgewaltige Novelle vom Sterben, in der sich individuelles Schicksal mit den epochalen Themen des vergangenen Jahrhunderts verbindet.  
  (Förderkreis deutscher Schriftsteller in Rheinland- Pfalz zur Verleihung der Auszeichnung "Buch des Jahres", 8/2002)  
  ... eine Irrfahrt durch Raum und Zeit, ein schrilles Großstadtszenario...  
  Die Welt (29.12.2001)  
  Lehrs Text eignet sich zum schnellen, atemlosen Hineinlesen. Nur so kommt das zum Tragen, was das Buch so lesenswert macht: die Sprache.  
  Südkurier (8.10.2001)  
  Daß Lehr über ungewöhnliche Sprachkraft verfügt, hat er bereits in drei preisgekrönten Romanen gezeigt, und er zeigt es auch in dieser Novelle.  
  FAZ (22.8.2001)  
  Thomas Lehr will, er muss ganz unter vier Augen sein mit dem Leser, der seinem atemlosen Schreiben vielleicht zunächst mit Befremden, doch dann mit immer größerer Spannung folgt. Bis er sich gegen Schluss gar keine Unterbrechung der Lektüre mehr erlauben wird. Dass absichtsvolle künstlerische Überhöhung vom Leser geistige Arbeit verlangt, hat seine Wirkung im Empfinden, eines höchst gewichtigen Werkes teilhaftig geworden zu sein.  
  Neues Deutschland (20.7.2001)  
  Da ist einer heran gegangen, sich mit der Nazi-Zeit auseinander zu setzen - auf sehr eigene Art, ohne Selbstmitleid und Larmoyanz. Heraus gekommen ist ein Werk, das weit mehr ist als ein Dokument der Vergangenheitsbewältigung. Der 44-jährige Berliner Autor fühlt sich der Generation der "78er" zugehörig - und die, so sagt er, kann "sich der Realität viel undogmatischer stellen, sie selbstkritischer, aber auch lustvoller und hedonistischer wahrnehmen".  
  Thüringische Landeszeitung (14.7.2001)  
  In ihrer Wortradikalität nähert sich die Novelle einem Zyklus von Prosagedichten.  
  Neue Zürcher Zeitung (9.8.2001)  
  Thomas Lehrs Text ist ein Sturz in die Vergangenheit. Geboren 1957, setzt sich der Autor im Jahr 2001 über Adornos hilfloses Verdikt hinweg und schreibt einen poetischen Text über das Grauen der Konzentrationslager, statt sich von ihm lähmen zu lassen. Das ist beachtlich. Und natürlich hat er Recht. Es ist Vergangenheit. Aber es ist nicht vorüber.  
  Westdeutsche Allgemeine Zeitung (18. 7.2001)  
  Mit der Novelle "Frühling" hat Thomas Lehr ein ganz besonderes Buch vorgelegt. Auch wenn Lesegewohnheiten auf den Kopf gestellt werden: "Frühling" gehört mit Sicherheit zu den herausragenden literarischen Werken des Jahres.  
  Oldenburgische Volkszeitung (13.7.2001)  
  Thomas Lehr hat eine eigene Form dafür gefunden, die Hölle zu beschreiben und ihre literarische Aufhebung zu wiederholen: eine äußerst strenge, äußerst knappe. Auf jedem Wort liegt die ungeheure Spannung des Ganzen. Hier, in dieser Novelle, ist Lehrs Beschreibungslust, seine sprachliche Obsession nachgerade implodiert. Dieser Frühling markiert eine wichtige Stelle auch in seinem Schreiben.  
  Die Zeit (21.6.2001)  
  Thomas Lehr hat ein Buch geschrieben, "Frühling.Eine Novelle", in dem es um die deutsche Vergangenheit und die Nazi-Verbrechen geht. Dieses Buch ist dabei formal so kühn, psychologisch so diskret und sprachlich so gewaltig, dass es überhaupt nicht in ein Verhältnis zu setzen ist mit allem, was es sonst an deutscher Vergangenheitsbewältigungsliteratur gibt. Es macht die Größe dieses heiklen Buches aus, dass Lehr sich nicht einfach in sprachlich illuminierten Lichtkitsch badet. Es kann keine Erlösung qua Vergessen geben, das ewige Leben muss die irdische Wahrheit umfassen.  
  Berliner Zeitung (26./27.5.2001)  
  Der fast 50-jährige Christian stirbt: 39 Sekunden dauert sein Tod. 39 Kapitel reflektieren Stationen seines Lebens. ... Eine ungewöhnliche, fesselnde Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.  
  Focus (2.4.2001)  
  Zugegeben, etwas schwierig am Anfang. Doch wenn man sich eingelesen hat, wunderbare Prosa über einen fast 50-jährigen Menschen, der in den letzten 39 Sekunden seines Todes sein Leben reflektiert. Meisterleistung des vielfach geehrten Autors von „Nabokovs Katze“.  
  ZDF (Februar 2001)  
Mehr:

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Thomas Lehr, Biography, Vita
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Thomas Lehr, The Answering, Die Erhörung, Aufbau Taschenbuch Verlag
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Thomas Lehr
Frühling

Novelle

Broschur, 142 Seiten,

Erschienen bei: Aufbau Taschenbuch Verlag
978-3-7466-2184-5
6,95 € *) / 13,80 Sfr

 
  Inhalt:  
  Am Anfang der 39 Sekunden, die das Ende bedeuten, stehen Dunkelheit, Ungewißheit und Vergessen. Wo ist Christian Rauch angekommen? Was für eine merkwürdige Stadt umgibt ihn? In höchst eigentümlichen, verschwimmenden Bildern gleitet die Umgebung an ihm vorüber, Zeit und Raum scheinen aufgelöst. Eine Gestalt kommt ihm zu Hilfe, die ebenso verläßlich wie bedrohlich wirkt. Nach und nach, auf der Irrfahrt durch eine phantastische Stadtszenerie, steigen Erinnerungen auf: Wieder läuft Christian hinter Robert, dem großen Bruder, her, wie immer als sein kleinerer Schatten. Der See liegt hinter ihnen, die geangelten Fische zucken im Drahtkorb, die Kindersandalen knirschen im Kies. Vor ihnen in der Garteneinfahrt stehen drei Erwachsene, auf denen eine bedrückende Stille lastet. Die Mutter bleibt stumm, das Gesicht des Vaters ist erstarrt. An den Fremden darf man, soviel ist sicher, keineswegs das Wort richten.
Für die beiden Jungen ist es der letzte Abend ihrer Kindheit, der Tag, an dem sie aus ihrem behüteten Leben herausgerissen werden - Robert, weil er zu verstehen beginnt, Christian, weil er ahnt, was er nicht wissen will. Vierzig Jahre später noch treffen Christian diese Erinnerungen mit zerstörerischer Gewalt.
Thomas Lehr hat nach dem Roman "Nabokovs Katze" in dieser Novelle erneut ein literarisches Wagnis unternommen: In 39 Kapiteln werden die letzten 39 Sekunden eines Mannes in einer Sprache berichtet, die der extremen Situation entspricht und dem Gegenstand, einer Meditation über Wahrheit und Schuld.
 
 
       
  Thomas Lehr
Thomas Lehr wurde 1957 in Speyer geboren. Er lebt in Berlin. Für seine Bücher erhielt er zahlreiche Literaturpreise, darunter den Rauriser Literaturpreis, den Förderpreis Literatur zum Kunstpreis Berlin, den Rheingau Literatur Preis, den Wolfgang-Koeppen-Preis der Hansestadt Greifswald und den Kunstpreis Rheinland-Pfalz. In der Aufbau Verlagsgruppe liegen seine Romane "Zweiwasser oder Die Bibliothek der Gnade" (1993); "Die Erhörung" (1994); "Nabokovs Katze" (1999) sowie die Novelle "Frühling" (2001) vor, die vom Förderkreis deutscher Schriftsteller in Rheinland/Pfalz zum "Buch des Jahres" gewählt wurde. Der Roman "42" war auf der Shortlist für den "Deutschen Buchpreis".
 
  Weitere Titel:
42 (TB)
Die Erhörung (TB)
Frühling (TB)
Nabokovs Katze (TB)
Tixi Tigerhai und das Geheimnis der Osterinsel
Zweiwasser oder Die Bibliothek der Gnade (TB)
 
 
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*) Die Preisangaben in Euro sind die gebundenen Ladenpreise für Deutschland. Die Europreise für Österreich legt der von uns autorisierte Importeur entsprechend dem österreichischen Preisbindungsgesetz fest.