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G. Kiepenheuer
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  Rezension(en):  
  Dass es Anna Seghers gegeben hat, wird morgen helfen; wie es gestern half. Anna Seghers hat ihre Spur weit nach vorn in die Geschichte geschrieben. So sehen wir einen Weg.  
  (Hermann Kant in seiner Gedenkrede auf Anna Seghers)  
  Der großartige Kommentar und besonders die Analyse der vielfältigen Rezeption durch die bekannte Berliner Germanistin Silvia Schlenstedt machen historische Kontexte als verwirrende Paralleltexte zu einem Roman greifbar, der immer mehr zum heimlichen Hauptwerk der Autorin wird.  
  Der Standard (01.06.02)  
  Die erste authentische Fassung in deutscher Sprache liegt mit dieser Edition vor...  
  Thüringische Landeszeitung (06.10.2001)  
  Wenn dieser um 1942 geschriebene Roman, nach meiner Meinung der schönste, den die Seghers geschrieben hat, mit solcher Verspätung hier erscheint, liegt es vielleicht daran, ... dass man es hier liebt, Undiskutables – ob solche Bücher hier erscheinen sollen – zu diskutieren; dass man Schicksale mit dem Zeigefinger zu korrigieren versucht; dass es immer noch möglich ist, etwa im Wahlkampf das Wort Emigrant so zu verwenden, dass es den Gegner schädigt (als wäre ein Emigrant kein Flüchtling; er ist einer, allerdings potenziert). ...Ich bezweifle, ob unsere Literatur nach 1933 viele Romane aufzuweisen hat, die mit solch somnambuler Sicherheit geschrieben, fast makellos sind. Heinrich Böll  
  Der Spiegel (16/1964)  
  Die erste authentische Buchausgabe ihres "wohl schönsten Romans" (Heinrich Böll)  
   
  Ohne jeden Hass geschrieben, leistet dieses Buch ein gültiges Zeugnis für die Leiden der Emigranten und Verfolgten und erhebt in seiner bewundernswerten Objektivität zugleich eine erschütternde Anklage gegen den Terror des Hitlerregimes.  
   
  Erregung ergreift den Leser, der die packende Schilderung der unerbittlichen Wirklichkeit und der tausendfältigen, oft ausweglosen Schicksale verfolgt. Wenn man von Anna Seghers nichts weiter kennen würde als diesen Roman, so wüsste doch jeder: das ist eine große Künstlerin. Groß, weil diese Frau den unbestechlichen Blick des Realisten besitzt und es meisterhaft versteht, die gesellschaftliche Wahrheit künstlerisch auszusagen.  
  Magdeburger Volksstimme (26. 10. 1951)  
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Anna Seghers
Transit

Roman. Werkausgabe, Band I/5

Leinen, 377 Seiten,

Erschienen bei: Aufbau-Verlag
978-3-351-03455-9
30,00 € *) / 49,90 Sfr

 
  Inhalt:  
  Flüchtlinge aus allen Ländern Europas treffen 1940 zu Tausenden in Marseille ein. Sie hetzen nach Visa, Stempeln, Bescheinigungen, ohne die sie den Kontinent nicht verlassen können. Im Chaos der Stadt, in den Cafés, auf der Jagd von Behörde zu Behörde kreuzen sich ihre Wege. Unter ihnen der Ich-Erzähler, der eine schmerzliche Liebe zu der Frau durchlebt, die rastlos ihren Mann sucht, an dessen Tod sie nicht glauben will. Mit falschen Papieren und - durch Zufall - mit der Hinterlassenschaft jenes Toten ausgestattet, erhält er durch glückliche Umstände eine Passage nach Übersee. Doch er gibt sie zurück. Auf ihrer eigenen Odyssee von Marseille nach Mexiko - unmittelbar unter dem Eindruck ihrer persönlichen Erlebnisse - begann Anna Seghers an diesem Roman zu arbeiten. Dennoch spiegelt er die Ereignisse nicht einfach wider, sondern ist ein Werk großer Kunst und Künstlichkeit, voll Ironie, Spiel und scheinbarer Leichtigkeit.
Mit diesem Band liegt die erste authentische Buchausgabe von "Transit" vor. Sie basiert auf der ersten deutschen Veröffentlichung in der "Berliner Zeitung" von August bis November 1947, die erheblich von allen bisherigen Buchpublikationen abweicht und sprachliche wie stilistische Eigenheiten der Autorin erhalten hat. Anmerkungen und Kommentar erläutern die komplizierte Geschichte und die vielschichtige Struktur des Romans, der, so Heinrich Böll, "zum schönsten wurde, den Anna Seghers geschrieben hat".

Die neue Edition der Werke von Anna seghers wird herausgegeben von Helen Fehervary und Bernhard Spies. Angelegt auf 24 Bände, umfaßt die Leseausgabe, an der international renommierte Forscher beteiligt sind, alle literarischen und theoretischen Schriften der Autorin - die veröffentlichten wie die noch nicht gedruckten -, ergänzt durch eine Auswahl der Briefe. Jeder Band enthält einen Anhang mit Erläuterungen und einen Kommentar, basierend auf dem neuesten Stand der Forschung. Alle Bände in Leinen gebunden, mit Fadenheftung und Leseband.

Bereits erschienen: Das siebte Kreuz (ISBN 3-351-3454-7)
In Vorbereitung: Aufstand der Fischer von St. Barbara (Frühjahr 2002), Die Gefährten (Herbst 2002), Erzählungen 1958-1980 (Frühjahr 2003)
 
 
       
  Anna Seghers
Netty Reiling wurde 1900 in Mainz geboren. (Den Namen Anna Seghers führte sie als Schriftstellerin ab 1928.) 1920-1924 Studium in Heidelberg und Köln: Kunst- und Kulturgeschichte, Geschichte und Sinologie. Erste Veröffentlichung 1924: „Die Toten auf der Insel Djal“. 1925 Heirat mit dem Ungarn Laszlo Radvanyi. Umzug nach Berlin. Kleist-Preis. Eintritt in die KPD. 1929 Beitritt zum Bund proletarisch- revolutionärer Schriftsteller. 1933 Flucht über die Schweiz nach Paris, 1940 in den unbesetzten Teil Frankreichs. 1941 Flucht der Familie auf einem Dampfer von Marseille nach Mexiko. Dort Präsidentin des Heinrich-Heine-Klubs. Mitarbeit an der Zeitschrift „Freies Deutschland“. 1943 schwerer Verkehrsunfall. 1947 Rückkehr nach Berlin. Georg-Büchner-Preis. 1950 Mitglied des Weltfriedensrates. Von 1952 bis 1978 Vorsitzende des Schriftstellerverbandes der DDR. Ehrenbürgerin von Berlin und Mainz. 1978 Ehrenpräsidentin des Schriftstellerverbandes der DDR. 1983 in Berlin gestorben. Romane: Die Gefährten (1932); Der Kopflohn (1933); Der Weg durch den Februar (1935); Die Rettung (1937); Das siebte Kreuz (1942); Transit (1944); Die Toten bleiben jung (1949); Die Entscheidung (1959); Das Vertrauen (1968). Zahlreiche Erzählungen und Essayistik.
www.derkanon.de

 
  Weitere Titel:
Aufstand der Fischer von St. Barbara (TB)
Seghers, Werkausgabe
Briefe 1924-1952
Briefe 1953-1983
Das dicht besetzte Leben (TB)
Das siebte Kreuz (TB)
Der Ausflug der toten Mädchen (TB)
Der gerechte Richter (TB)
Der Kopflohn (TB)
Die schönsten Erzählungen
Die schönsten Märchen und Legenden (TB)
Erzählungen 1950-1957
Erzählungen 1958-1966
Erzählungen 1967-1980
Geschichten von Frauen (TB)
Hier im Volk der kalten Herzen (TB)
Jans muß sterben (TB)
Romane und Erzählungen
Transit (TB)
Und ich brauch doch so schrecklich Freude
 
 
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*) Die Preisangaben in Euro sind die gebundenen Ladenpreise für Deutschland. Die Europreise für Österreich legt der von uns autorisierte Importeur entsprechend dem österreichischen Preisbindungsgesetz fest.