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Aufbau-Verlag
Aufbau Taschenbuch Verlag
Rütten & Loening
G. Kiepenheuer
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  Rezension(en):  
  ...describes in detail the thousands of formerly jewish properties now used by non-jews.  
  The Times (06.05.03)  
  Historiker streiten um einen österreichischen Arisierungsbericht:
Dem Namen nach könnte das Buch ein Stadtführer sein: „Unser Wien“. Doch der Untertitel vertreibt sofort alle Assoziationen von k. u. k. Prunk und gemütlichem Schmäh, denen ein Wienbesucher sich gewöhnlich hingibt: „Arisierung auf Österreichisch“. Das Buch, vor zwei Jahren erschienen, hat einen wichtigen Beitrag zur Diskussion um die Arisierung in Österreich geleistet. Die beiden Autoren Tina Walzer und Stephan Templ haben nicht nur einige hundert Arisierungsfälle dokumentiert, sondern Täter und Profiteure, darunter das renommierte Auktionshaus „Dorotheum“, beim Namen genannt. Aber es handelt sich nur um die Spitze des Eisbergs.
 
  Süddeutsche Zeitung (06.03.03)  
  Auf moralische Fragen reagierte dieses Wien, das ganze Land agressiv. Erst die Enkelgeneration begann, sich mit der Vergangenheit und der zweiten Schuld nach 1945 auseinander zu setzen. Dazu trägt diese bedrückende Skandalchronik unfassbaren Ausmaßes eindrucksvoll bei.  
  DeutschlandRadio (12.01.03)  
  Sie schildern das Schicksal der Bestohlenen und nennen die Namen der Profiteure, vermitteln ein Bild des Verlustes dessen, was einmal war und immer noch sein könnte.
kalonymos
 
  (5.Jg.2002,Heft 2)  
  What makes the book unique is that its authors are not content with merely describing the mechanisms through which the Jewish-owned assets were seized. They devote the book´s final 100 pages to a section entitled "The topography of robbery", in which they provide detailed maps that survey the city´s neighbourhoods one by one, noting approx. 500 sites that were owned by Jews before the war.  
  (1./2.Juni 2002)  
  A new book details for the first time the extent to which Vienna´s Jews were stripped off their property following the 1938 annexation of Austria, and the degree to which ordinary Viennese profited from the plunder.  
  Guardian (21.05.02)  
  "Im Raubzug gegen ihre jüdischen Nachbarn spielten die Wiener eine Vorreiterrolle", lautet die These der Autoren, die sie mit einer Fülle penibel recherchierter Einzelfälle untermauern.  
  Tagesspiegel (15.04.02)  
  What distinguishes the book is less its history, which was broadly known, than its details: a long section, called "The Topography of Robbery", that lists business, addresses and former and current owners.
The book provides a bizarre walking guide to one of Europe´s great cities.
 
  New York Times (07.03.02)  
  Das buch ist jedem, ob Wiener oder Tourist, als Lektüre bei den Gängen durch die Stadt zu empfehlen.  
  Tages-Anzeiger-CH (25.01.02)  
  "Sachgemäße Umleitung der jüdischen Wirtschaft" hieß beschönigend das, was das Buch in allen Facetten beschreibt. Denunziation, Korruption, die Unglaublichkeit der Vorgangsweisen und die bis in unsere Tage immer noch offenen Fragen der Restitution werden an Fallbeispielen genauso eindringlich beschrieben, wie der Band auch noch eine "Topografie des Raubes" liefert.  
  Neue Zürcher Zeitung (12./13.01.02)  
  Dieses Buch ist eine nützliche Provokation und ein hilfreicher Anstoß zu weiteren Forschungen.  
  Die Zeit (13.12.01)  
  Die Akten sagen alles. Dort ist gründlich dokumentiert, wer wann wem was geraubt hat. Die meisten Objekte wurden nie zurückgegeben...  
  Aufbau New York (08.11.01)  
  ..."Topografie des Raubes"...  
  Der Standard (10./11.01)  
  Wie der Untertitel vermuten lässt, handelt es sich bei dem knapp 300 Seiten starken Buch nicht etwa um einen plüschigen Roman aus der guten alten Zeit der Donaumonarchie. Vielmehr zeichnen die Autoren eines der dunkelsten Kapitel der neueren österreichischen Geschichte nach: die Entrechtung, Enteignung und Verfolgung der Wiener Juden nach 1938.  
  T-Online - Lifestyle - Literatur (November 2001)  
  Was unterscheidet diese historische Untersuchung von anderen? Sie nennt Opfer und Profiteure beim Namen, bietet gleichsam eine Topografie von Bereicherung und Terror.  
  Die Welt (16.10.01)  
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Tina Walzer, Unser Wien
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Tina Walzer / Stephan Templ
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Tina Walzer, Stephan Templ
Unser Wien

"Arisierung" auf österreichisch

Gebunden, 292 Seiten,

Aufbau-Verlag
978-3-351-02528-1
9,50 € *) / 17,60 Sfr

 
  Inhalt:  
  Über die Enteignung österreichischer Juden: Die erste Publikation, die Akteure der Arisierung nennt

Das Erbe von Johann Strauss, die Kronenzeitung, das Ringstraßenpalais, Wagnervillen und Wurstelprater - viele Ikonen Wiens wurden 1938/39 "anständig enteignet" und bis heute nicht zurückgegeben. Die gesamte jüdische Bevölkerung Wiens wurde in beispielloser Weise bedroht, erniedrigt und vertrieben. Viele überlebten den Terror nicht. Die Lumpenbourgeoisie nahm in Besitz, was die "Kulturgroßmacht" bis heute als identitätsstiftende Trophäen verteidigt und stolz vermarktet. Die rassistischen Restitutionsgesetze, in den späten vierziger Jahren von hohen Nazi-Juristen und "Ariseuren" verfaßt, sind noch in Kraft. 1986, nach der Wahl Kurt Waldheims zum Präsidenten, wurden wichtige Restitutionsakten vernichtet. Ein neues Gesetz gibt nur jenen Geschädigten Chancen, die Geld für Anwälte haben. Bis heute weigert sich ein Teil der österreichischen Öffentlichkeit, die Juden als Opfer ernst zu nehmen und angemessen zu entschädigen. Die Autoren stellen am Beispiel von 250 Objekten die Methoden der Enteignung und der verweigerten Rückgabe dar. Sie schildern das Schicksal der Bestohlenen und nennen die "Ariseure" - ein Novum in Österreich. Die Recherchen stützen sich auf Gerichtsakten, Grundbücher, Pressemeldungen, Interviews, Autobiographien, Gesetzestexte, Nationalratsprotokolle und parlamentarische Anfragen.
 
 
       
  Tina Walzer
Tina Walzer, freischaffende Historikerin in Wien, Lehraufträge an der Universität. Seit 1998 Forschungen zur Provenienz "arisierter" Kunstobjekte. Veröffentlichungen zur Geschichte der Wiener Juden seit 1800.
 
 
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*) Die Preisangaben in Euro sind die gebundenen Ladenpreise für Deutschland. Die Europreise für Österreich legt der von uns autorisierte Importeur entsprechend dem österreichischen Preisbindungsgesetz fest.